Zum Hauptinhalt springen

Externes Schlüsselmanagement (EKM)

Vorschau

Die Salesforce-Shield-Integration befindet sich in der Vorschau und ist auf Standard-Tenants von DuoKey Cockpit noch nicht aktiviert. Dieser Leitfaden beschreibt Funktionsweise und Einrichtung. Kontaktieren Sie DuoKey, um den Zugang für Ihr Projekt zu besprechen.

Gilt für:
Salesforce ShieldAWS KMS-IntegrationCache-Only-SchlüsselExternal Key Store

Was ist EKM?​

Shield External Key Management (EKM) verbindet Ihre Salesforce-Implementierung mit Verschlüsselungsschlüsseln, die in einem externen KMS gespeichert sind. Anders als beim herkömmlichen BYOK, bei dem Schlüssel in Salesforce hochgeladen werden, ruft EKM Schlüssel nur bei Bedarf aus Ihrem externen KMS ab und speichert sie vorübergehend im Arbeitsspeicher zwischen.

Vollständige Schlüsselkontrolle

Schlüssel verbleiben jederzeit in Ihrem externen KMS

Abruf bei Bedarf

Schlüssel werden nur abgerufen, wenn sie für Operationen benötigt werden

Keine dauerhafte Speicherung

Salesforce speichert zwischengespeicherte EKM-Schlüssel niemals dauerhaft

Sofortiger Widerruf

Widerrufen Sie den Zugriff jederzeit über Ihr KMS

So funktioniert Salesforce Shield EKM mit DuoKey​

Für EKM stützt sich Shield Platform Encryption auf DuoKey KMS (Ihren externen Schlüsselverwaltungsdienst), um die vom Shield-Platform-Verschlüsselungsdienst verwendeten Datenverschlüsselungsschlüssel (DEKs) zu erzeugen und zu sichern. Diese DEKs verbleiben in verpacktem Zustand im verschlüsselten Schlüssel-Cache der Shield Platform. Wenn Ver- oder Entschlüsselungsoperationen erforderlich sind, übergibt der Shield-Platform-Dienst den verpackten DEK an DuoKey KMS zum Entpacken.

Edition/AnforderungDetails
ExperienceLightning Experience und Salesforce Classic (nicht in allen Organisationen verfügbar)
EditionenEnterprise, Performance, Unlimited und Developer
LizenzSalesforce Shield oder Shield Platform Encryption
DienstEKM-Dienst oder Cache-Only Key Service
BerechtigungVerschlüsselungsschlüssel verwalten

EKM-Einrichtungsprozess​

Der Prozess beginnt damit, dass Sie einen Root-Schlüssel in DuoKey KMS erstellen. Sie erstellen eine Richtlinie, die dem regionalen KMS von Salesforce wichtige Berechtigungen erteilt:

  • Berechtigung, DuoKey KMS aufzufordern, einen DEK mithilfe des Root-Schlüssels zu erzeugen und zu verpacken
  • Berechtigung, DuoKey KMS aufzufordern, den DEK mithilfe des Kunden-Root-Schlüssels zu entpacken

EKM-Einrichtungsprozess

Erstkonfiguration zwischen DuoKey KMS und Salesforce Shield

1
DuoKey-Administrator
Root Key erstellen
Erzeugen Sie einen 256-Bit-Root-Key im DuoKey KMS
2
Salesforce-Administrator
Schlüsselrichtlinie konfigurieren
Erstellen Sie eine Schlüsselrichtlinie, die Salesforce Wrap-/Unwrap-Berechtigungen gewährt
3
Salesforce
DEK anfordern
Der Verschlüsselungsdienst fordert einen neuen Data Encryption Key an
4
DuoKey KMS
DEK erzeugen & wrappen
Der Root Key wrappt den neuen DEK und gibt ihn über TLS/mTLS zurück
5
Salesforce
Wrapped DEK speichern
Der Wrapped DEK wird in der TenantSecret-Tabelle gespeichert — niemals im Klartext
1

Root-Schlüssel erstellen

DuoKey-KMS-Administrator erstellt einen Root-Schlüssel in DuoKey KMS

2

Schlüsselrichtlinie konfigurieren

Salesforce-Administrator erstellt eine Schlüsselrichtlinie und kopiert sie in DuoKey KMS

3

DEK anfordern

Mit der eingerichteten Richtlinie fordert der Salesforce-Verschlüsselungsdienst einen DEK zur lokalen Speicherung an

4

DEK verpacken

DuoKey KMS verwendet den Root-Schlüssel, um den neuen DEK zu erstellen und zu verpacken, und sendet ihn über einen sicheren Kanal (TLS/mTLS) zurück

5

Verpackten DEK speichern

Der Verschlüsselungsdienst speichert den verpackten DEK in der TenantSecret-Tabelle

EKM-Schlüsselabrufprozess​

Wenn der Shield-Platform-Verschlüsselungsdienst Verschlüsselungsoperationen erkennt, die den EKM-DEK erfordern, überprüft er seinen verschlüsselten Schlüssel-Cache. Ist der entpackte DEK nicht im Cache vorhanden, leitet der Shield-Platform-Verschlüsselungsdienst eine Anforderung über die vollständige Schlüsselabrufkette ein:

Schlüsselabrufkette

1
AWS KMSExternal Key Store
2
XKS ProxySicheres Gateway
3
DuoKey CockpitIntelligentes Routing
4
DuoKey MPCThreshold-Kryptografie

Schlüsselabruf-Ablauf

Wie Salesforce Verschlüsselungsschlüssel von DuoKey abruft und zwischenspeichert

1
Benutzeraktion
Verschlüsselte Daten speichern oder darauf zugreifen
▼
2
Shield-Verschlüsselungsdienst
Verschlüsselungsanfrage verarbeiten
▼
Ist der DEK im Cache?
✓ Cache-Treffer
Zwischengespeicherten DEK verwenden
Schneller Pfad — < 10 ms
✗ Cache-Fehltreffer
Aus KMS abrufen
Vollständige Kette: AWS → XKS → DuoKey
▼
3
Wrapped DEK abrufen
Aus der TenantSecret-Tabelle
▼
4
Anfrage an AWS KMS
External Key Store
▼
5
Weiterleitung über XKS Proxy
Sicherer Kanal mit TLS 1.2+
▼
6
DuoKey MPC-Entpackung
Schwellenwert-Kryptografie
▼
7
DEK zwischenspeichern
Nur im Arbeitsspeicher, niemals persistiert
▼

Verschlüsseln / Entschlüsseln mit AES-256

Die Daten werden in Salesforce verschlüsselt — der Schlüsselwiderruf über DuoKey deaktiviert den Zugriff sofort

Schritt-für-Schritt-Schlüsselabruf​

  1. Ein Benutzer greift auf verschlüsselte Daten zu oder speichert sie
  2. Der Shield-Platform-Verschlüsselungsdienst ruft den verpackten DEK aus der TenantSecret-Tabelle ab
  3. Der Verschlüsselungsdienst holt den verpackten DEK aus der TenantSecret-Datenbank
  4. Die Anforderung wird an AWS KMS gesendet, das mit External Key Store konfiguriert ist
  5. AWS KMS leitet die Anforderung über TLS 1.2+ an den XKS Proxy weiter
  6. Der XKS Proxy leitet die Anforderung zum intelligenten Routing an DuoKey Cockpit weiter
  7. DuoKey Cockpit leitet an DuoKey MPC weiter, das den DEK mithilfe von Threshold-Kryptografie entpackt
  8. Der entpackte DEK wird über den sicheren Kanal an Salesforce zurückgegeben
  9. Der Verschlüsselungsdienst speichert den entpackten Schlüssel im Schlüssel-Cache (nur im Arbeitsspeicher, niemals dauerhaft)
  10. Der Dienst führt Ver-/Entschlüsselungsoperationen mit AES-256 durch

Architekturüberblick​

EKM-Architektur mit DuoKey

Vollständige Schlüsselabruf-Kette: Salesforce → AWS KMS → XKS Proxy → DuoKey MPC

SALESFORCE-ORGANISATION
App-Server
Verschlüsseln / Entschlüsseln
Schlüssel-Cache
Nur Arbeitsspeicher
Niemals persistiert
Datenbank
Verschlüsselte Daten
Sicheres HTTPS / TLS 1.2+
▼
AWS KEY MANAGEMENT SERVICE
AWS KMS
External Key Store
XKS Proxy
Sicheres Gateway
TLS 1.2+
Weitergeleitet an DuoKey KMS
▼
DUOKEY SOVEREIGN KMS
DuoKey Cockpit
Intelligentes Routing
MPC-Vault
Schwellenwert-Kryptografie
HSM-Protected
Audit-Protokoll
Vollständige Nachverfolgbarkeit

Intelligentes Routing

DuoKey Cockpit leitet Anforderungen auf Grundlage von Schlüsselrichtlinien an den passenden Vault weiter

Multi-Vault-Unterstützung

Verbindung zu HashiCorp Vault, CyberArk, DuoKey MPC oder AWS KMS

Threshold-Kryptografie

DuoKey MPC bietet Multi-Party Computation für erhöhte Sicherheit

Einheitliche Verwaltung

Eine einzige Oberfläche zur Verwaltung von Schlüsseln über verschiedene Backends hinweg

Verschlüsselungsprozess mit EKM​

1

Benutzer übermittelt Daten

Ein Benutzer speichert Daten in einem verschlüsselten Feld in Salesforce

2

Cache-Prüfung

Der Anwendungsserver prüft, ob sich der DEK im Schlüssel-Cache befindet

3

Schlüsselabruf

Falls nicht zwischengespeichert, fordert Salesforce den Schlüssel sicher von Ihrem externen KMS an

4

Schlüssel-Caching

Der Schlüssel wird vorübergehend im Arbeitsspeicher gespeichert (niemals auf Datenträger persistiert)

5

Datenverschlüsselung

Die Daten werden mit 256-Bit-AES-Verschlüsselung verschlüsselt

6

Speicherung

Die verschlüsselten Daten werden in der Datenbank gespeichert

Schlüsselabruffluss​

SzenarioBeschreibungAntwortzeit
Cache-Treffer (Schnellpfad)DEK befindet sich bereits im Arbeitsspeicher-Cache. Kein Netzwerkaufruf an das externe KMS erforderlich.< 10 ms
Cache-FehltrefferDEK nicht im Cache gefunden. Der Schlüssel wird von AWS KMS/XKS Proxy abgerufen und zwischengespeichert.50–200 ms

Antwortzeiten sind Richtwerte und hängen von der Netzwerklatenz und dem Backend ab.

Hinter den Kulissen: Shield Platform Encryption​

Hinter den Kulissen: Shield-Verschlüsselung

Dreiphasiger Prozess für Tenant-Secret-Generierung, Schlüsselableitung und Datenverschlüsselung

1Tenant-Secret-Generierung
HSM
256-Bit-Secret erzeugen
FIPS 140-2 L3
→
Master-Key-Verschlüsselung
AES-256-GCM
→
Sichere Speicherung
Verschlüsselt im Ruhezustand
▼
2Schlüsselableitung (PBKDF2)
Eingaben
Secret + Salt + 10K Iter.
→
PBKDF2-HMAC-SHA256
Schlüsselableitungsfunktion
→
DEK
256-Bit abgeleiteter Schlüssel
Eindeutig pro Organisation
▼
3Datenverschlüsselung
Klartext + IV
Eindeutiger 128-Bit-IV/Datensatz
→
AES-256-CBC
Verschlüsselungsalgorithmus
→
Chiffretext
Daten + IV + Schlüssel-ID
In DB gespeichert
Sicherheits-Highlights
  • Jeder Datensatz verwendet einen eindeutigen IV (verhindert Musteranalyse)
  • DEK wird niemals im Klartext gespeichert
  • PBKDF2 macht Brute-Force-Angriffe rechnerisch aufwendig
  • Schlüsselrotation ohne erneute Datenverschlüsselung unterstützt

Phase 1: Erzeugung des Tenant Secret​

  • Ein Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) erzeugt ein kryptografisch sicheres 256-Bit-Tenant-Secret
  • Das Tenant Secret wird mit dem Master-Schlüssel von Salesforce per AES-256-GCM verschlüsselt
  • Das verschlüsselte Tenant Secret wird sicher in der Datenbank gespeichert
  • Dadurch ist das Tenant Secret im Ruhezustand geschützt

Phase 2: Schlüsselableitung (PBKDF2)​

  • Kombiniert Tenant Secret + Primary Secret + Salt (Organisations-ID)
  • Verwendet PBKDF2-HMAC-SHA256 mit 10.000 Iterationen
  • Rechenintensiv, um Brute-Force-Angriffe zu verhindern
  • Erzeugt einen 256-Bit-Datenverschlüsselungsschlüssel (DEK)
  • Der DEK ist pro Organisation eindeutig und ändert sich, wenn das Tenant Secret rotiert wird

Phase 3: Datenverschlüsselung​

  • Jeder Datensatz erhält einen eindeutigen zufälligen 128-Bit-Initialisierungsvektor (IV)
  • Klartextdaten + IV + DEK sind die Eingaben für AES-256-CBC
  • Ausgabe: Chiffretext + IV + Schlüssel-ID werden in der Datenbank gespeichert
  • Der IV verhindert die Musteranalyse über Datensätze hinweg
  • Die Schlüssel-ID ermöglicht Schlüsselrotation ohne Datenmigration

Unterstützte externe KMS​

AWS Key Management Service (AWS KMS)​

AWS KMS ist ein verwalteter Dienst, der die Erstellung und Steuerung von Verschlüsselungsschlüsseln vereinfacht. Er lässt sich nahtlos in Salesforce EKM integrieren.

FunktionBeschreibung
HSM-ValidierungNach FIPS 140-2 Level 2 validierte HSMs
SchlüsselrotationUnterstützung für automatische Schlüsselrotation
Audit-ProtokollierungDetaillierte Protokollierung mit AWS CloudTrail
ZugriffskontrolleFeingranulare Steuerung mit IAM-Richtlinien
ReplikationRegionsübergreifende Schlüsselreplikation

Was kann mit EKM verschlüsselt werden?​

Verschlüsselung auf Feldebene

  • Standardfelder: Sensible Standardfelder verschlüsseln
  • Benutzerdefinierte Felder: Text-, E-Mail-, Telefon- und URL-Felder
  • Probabilistisch: Verhindert statistische Analysen
  • Deterministisch: Ermöglicht Suchvorgänge ohne Beachtung der Groß-/Kleinschreibung

Data-Cloud-Verschlüsselung

  • Alle Data-Cloud-Daten: Datenressourcen verschlüsseln
  • Kundenverwaltete Schlüssel: EKM-Root-Schlüssel verwenden
  • Einzelschlüsselrichtlinie: Ein Root-Schlüssel für alle Daten

Suchindex-Verschlüsselung

  • Suchindexdateien: Mit EKM-Root-Schlüsseln verschlüsseln
  • Separate DEKs: Separate DEKs für Indizes erzeugen

EKM-Voraussetzungen​

Voraussetzungen

  • Lizenz für Salesforce Shield oder Shield Platform Encryption
  • Add-on für External Key Management Service
  • Benutzerberechtigung „Verschlüsselungsschlüssel verwalten“
  • Lizenz „Platform Encryption for Consumption“ (für Data Cloud)
  • Symmetrischer AWS-KMS-Verschlüsselungsschlüssel (256 Bit)
  • Ordnungsgemäß konfigurierte AWS-IAM-Richtlinien
  • Netzwerkzugriff von Salesforce auf den AWS-KMS-Endpunkt
  • Konfigurierte Salesforce Named Credential für die AWS-Authentifizierung

Anforderungen an die Schlüsselstärke​

AnforderungSpezifikation
Minimale SchlüsselgrößeSymmetrischer 256-Bit-Schlüssel
AlgorithmusunterstützungAES-256-Verschlüsselung
SchlüsselerzeugungKryptografisch sicherer Zufallszahlengenerator

EKM einrichten​

1

AWS-KMS-Schlüssel erstellen

  1. Melden Sie sich bei der AWS Management Console an
  2. Navigieren Sie zum AWS Key Management Service
  3. Erstellen Sie einen neuen symmetrischen Verschlüsselungsschlüssel (256 Bit)
  4. Konfigurieren Sie Schlüsselrichtlinien, um Salesforce-Zugriff zu erlauben
  5. Notieren Sie sich die Schlüssel-ID und die AWS-Region
2

Named Credential konfigurieren

Erstellen Sie eine Named Credential zur Authentifizierung bei AWS:

  1. Navigieren Sie im Salesforce-Setup zu Named Credentials
  2. Erstellen Sie eine neue Named Credential mit AWS-Signature-Version-4-Authentifizierung
  3. Konfigurieren Sie: AWS Access Key ID, AWS Secret Access Key, AWS Region, AWS Service (kms)
3

Schlüsselkoordinationsrichtlinie einrichten

  1. Navigieren Sie zu Setup → Platform Encryption → Key Management
  2. Wählen Sie External Key Management
  3. Klicken Sie auf New EKM Key
  4. Geben Sie an: Schlüsselbezeichner (ARN), AWS-Region, Named Credential, Beschreibung
4

Datenverschlüsselungsschlüssel erzeugen

  1. Nach dem Erstellen des EKM-Root-Schlüssels erzeugen Sie einen Datenverschlüsselungsschlüssel (DEK)
  2. Der DEK wird in Salesforce erstellt und mit Ihrem EKM-Root-Schlüssel verschlüsselt
  3. Der verschlüsselte DEK wird in Salesforce gespeichert, kann aber nur mit Ihrem externen Schlüssel entschlüsselt werden
5

Aktivieren und testen

  1. Aktivieren Sie den EKM-Schlüssel in Salesforce
  2. Testen Sie die Verbindung, um sicherzustellen, dass Salesforce den Schlüssel abrufen kann
  3. Wenden Sie den Schlüssel auf Ihre Verschlüsselungsrichtlinie an
  4. Verschlüsseln Sie Testfelder, um die Einrichtung zu überprüfen

Schlüsselverwaltungsoperationen​

EKM-Schlüssel rotieren​

Hinweis

Die Rotation kann ohne Ausfallzeiten durchgeführt werden. Alte Schlüssel werden archiviert und zur Entschlüsselung vorhandener Daten aufbewahrt. Neue Daten werden mit dem neuen Schlüssel verschlüsselt, während Hintergrundprozesse vorhandene Daten neu verschlüsseln.

EKM-Schlüsselverbindung prüfen​

  1. Navigieren Sie zu Setup → Platform Encryption → Key Management
  2. Wählen Sie Ihren EKM-Schlüssel aus
  3. Klicken Sie auf Check Connection
  4. Überprüfen Sie den Verbindungsstatus und etwaige Fehlermeldungen

EKM-Schlüsselnutzung auditieren​

QuelleErfasste Ereignisse
Salesforce Setup Audit TrailSchlüsselerstellung, Aktivierung/Deaktivierung, Rotation, Verbindungsprüfungen
AWS CloudTrailSchlüsselzugriffsanforderungen, Entschlüsselungsoperationen, Richtlinienänderungen, Authentifizierungsversuche

EKM-Schlüssel deaktivieren​

Warnung

Das Deaktivieren eines Schlüssels entfernt ihn sofort aus dem Cache von Salesforce und verhindert neue Verschlüsselungsoperationen. Vorhandene verschlüsselte Daten bleiben verschlüsselt und können weiterhin entschlüsselt werden, sofern der Schlüssel im externen KMS verfügbar ist.

  1. Navigieren Sie zu den Einstellungen Ihres EKM-Schlüssels
  2. Klicken Sie auf Deactivate
  3. Bestätigen Sie die Aktion

EKM in Sandbox-Umgebungen​

Wichtig

Produktivschlüssel können in Sandboxes nur zur Entschlüsselung verwendet werden. Erstellen Sie stets separate Root-Schlüssel speziell für Sandbox-Umgebungen.

Best Practices für Sandboxes​

  1. Erstellen Sie einen separaten AWS-KMS-Schlüssel für Sandbox-Umgebungen
  2. Konfigurieren Sie separate Named Credentials für die Sandbox
  3. Erstellen Sie nach einer Sandbox-Aktualisierung einen neuen EKM-Root-Schlüssel für die Sandbox
  4. Rotieren Sie alle DEKs in der Sandbox, sodass sie den neuen Root-Schlüssel verwenden
  5. Verwenden Sie niemals Produktivschlüssel für Verschlüsselungsoperationen in der Sandbox

Kritische Überlegungen​

Warnung

Schlüsselverfügbarkeit: Ihre Salesforce-Anwendung ist von Ihren externen Schlüsseln abhängig. Wird ein Schlüssel unverfügbar, können Benutzer den Zugriff auf verschlüsselte Daten dauerhaft verlieren.

Warnung

Verhinderung von Schlüsselverlust: Implementieren Sie robuste Schlüsselrotations- und Schlüsselsicherungsstrategien als Schutz vor ungeplantem Schlüsselverlust.

Warnung

Auswirkungen der Schlüsseldeaktivierung: Ist ein Schlüssel nicht verfügbar, sind weder Ver- noch Entschlüsselung möglich. Benutzer sehen drei Fragezeichen (???) anstelle von Daten, und Schreiboperationen schlagen fehl.

Best Practices​

Checkliste EKM-Best-Practices

SicherungsstrategieSicherungskopien externer Schlüssel sicher aufbewahren
ÜberwachungBenachrichtigungen für Zugriffsanforderungen und Fehler einrichten
SchlüsselrotationRegelmäßigen Rotationsplan festlegen
TestsSchlüsselverfügbarkeit regelmäßig testen
DokumentationDetaillierte Schlüssel- und Anmeldedatendokumentation pflegen
ZugriffskontrolleStrenge IAM-Richtlinien mit MFA implementieren
HochverfügbarkeitRegionsübergreifende Schlüsselreplikation nutzen

Besondere Überlegungen für Data Cloud​

Vorsicht
  • Einzelschlüssel: Data Cloud verwendet nur einen Root-Schlüssel für alle Daten
  • Nur neue Daten: Die Migration von kundenverwaltet zu EKM betrifft nur neue Daten
  • Vollständige Neuverschlüsselung: Die Rückmigration zu einem kundenverwalteten Schlüssel löst die Neuverschlüsselung aller Data-Cloud-Daten aus
  • Lizenz erforderlich: Es ist eine Lizenz „Platform Encryption for Consumption“ erforderlich

EKM-Fehlerbehebung​

Support erhalten​

  1. Prüfen Sie den Salesforce Setup Audit Trail auf kürzliche Konfigurationsänderungen
  2. Überprüfen Sie die AWS-CloudTrail-Protokolle auf KMS-Zugriffsversuche und Fehler
  3. Nutzen Sie die Funktion Check Connection von Salesforce zur Diagnose von Konnektivitätsproblemen
  4. Wenden Sie sich an den Salesforce-Support mit: Organisations-ID, EKM-Schlüsselbezeichner, Fehlermeldungen, Zeitstempeln, Auszügen aus dem Audit Trail

Vergleich: EKM vs. BYOK vs. Cache-Only-Schlüssel​

FunktionEKMBYOKCache-Only-Schlüssel
SchlüsselspeicherortExternes KMSIn Salesforce hochgeladenKundendienst
SchlüsselspeicherungNiemals in SF gespeichertVerschlüsselt in SF gespeichertNiemals in SF gespeichert
Schlüssel-CachingVorübergehend im ArbeitsspeicherAus gespeichertem Secret abgeleitetVorübergehend im Arbeitsspeicher
WiderrufSofort (im KMS deaktivieren)Erfordert SchlüsselrotationSofort
NetzwerkabhängigkeitFür Abruf erforderlichNach Upload nicht erforderlichFür Abruf erforderlich
KomplexitätHochMittelHoch
Am besten geeignet fürStrenge ComplianceAusgewogenheit von Kontrolle/EinfachheitMaximale Kontrolle

Migrationspfade​

Nächste Schritte​